Wirkt sich der hohe Ölpreis auch auf die Energiekosten aus?
Die Gaspreise orientieren sich an der Entwicklung des Ölpreises, was nicht unbedingt logisch ist. Noch unlogischer erscheint die Kopplung der Strompreise an den Ölpreis und doch ist hier ein Zusammenhang vorhanden. Durch die Ereignisse in Libyen ist der Blick an die Preise an den Tankstellen der blanke Horror geworden. Ein Ende ist nicht abzusehen. Auch wenn sich das Kartellamt eingeschaltet hat, kostet vielerorts der Liter Super schon mehr als 1,60 Euro.
Derzeit ist zu beobachten, dass der Gaspreis mit einer ca. viermonatigen Verzögerung dem Ölpreis folgt. Von dieser Erhöhung sind viele Gaskraftwerke betroffen und damit auch deren Stromerzeugung. Schlussendlich wird somit auch der Strompreis steigen und dass wo die Verbraucher doch erst in jüngster Vergangenheit eine saftige Strompreiserhöhung dulden mussten. Selbst Gasanbieter wie Gazprom aus Russland empfehlen, dass die Gaspreise in Zukunft vom Ölpreis angekoppelt werden sollten. Es gäbe kaum schlüssige Gründe, warum es hier überhaupt einen Zusammenhang gibt. Schon gar nicht im Bezug auf den Strompreis, denn es sind verschwindet geringe Mengen Strom, die durch Gas erzeugt werden. Dennoch schienen sich die Energiekosten immer wieder gegenseitig hochzuschaukeln, was immer wieder mit den normalen Entwicklungen am Markt begründet wird.
Dennoch haben es die Verbraucher immer noch selbst in der Hand. Wenn sie sich schon nicht an der Tankstelle gegen die hohen Preise wehren können, dann doch wenigstens im Bezug auf den Stromlieferanten. Durch den Wechsel zu einem alternativen Anbieter kann im Einzelfall viel Geld gespart werden. Zudem wird so der Markt weiterhin gut belebt, denn bislang haben in Deutschland nicht immer nicht genug Haushalte einen Wechsel vollzogen, um den großen Energiekonzernen die Stirn zu bieten.