13 Jun 2008

Heizölpreis klettert weiter auf neuen Rekordstand

Der Heizölpreis in Deutschland ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen: 100 Liter Heizöl kosteten 98,25 Euro und damit so viel wie noch nie, wie der Energie-Informationsdienst (EID) in Hamburg mitteilte. Der Preissprung des Rohöls in der vergangenen Woche habe “voll durchgeschlagen”. In der vergangenen Woche kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl kurzzeitig fast 140 Dollar. Der vom EID in 14 deutschen Städten ermittelte Preis gilt bei einer Abnahme von 3000 Litern Heizöl der besten Qualität.

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11 Jun 2008

Kritik an Preisbindung von Erdgas

Da die Ölpreise zu explodieren scheinen sprechen sich immer mehr Experten dafür aus die Kopplung vom Gaspreis an den Ölpreis aufzuheben. Einige Experten jedoch raten auch zur Vorischt, denn es könnte auch ins Gegenteil umschalgen, denn der Gaspreis könnte unkontoliert steigen. Die CDU drängte erneut dazu den Austieg aus der Atomenergie aufzuheben. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte dazu: “Deutschland sei das einzige Land, das sichere Atommeiler vom Netz nehmen wolle”.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sprach sich für Sozialtarife ärmerer Bürger aus, die Grünen im Gegenzug wollen eine Neustaffelung der Stromtarifs.

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09 Jun 2008

Sorge vor dramatischem Anstieg der Gaspreise

Da die Ölpreise ja immer weiter nach oben zu steigen scheinen und noch keine Ende in sicht ist, befürchtet das Bundesumweltministerium auch eine drastische Anhebung des Gaspreises, da dieser ja an den Ölpreis gekoppelt ist. “Über die bereits bekanntgewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben”, so der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Michael Müller gegenüber der “Welt am Sonntag”. “Die Preisbindung von Öl und Gas sei nicht mehr zeitgemäß” so Müller weiter.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte im Gegenzug zu den Äußerungen von Müller “sie seien zunächst mal spekulativ”. Glos erneuerte vor einer Präsidiumssitzung von CDU und CSU seine Forderung, den Atomausstieg rückgängig zu machen.

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04 Jun 2008

Gazprom-Tochter startet Erkundungsbohrungen für neues Erdgaslager

Der russische Gaskonzern Gazprom hat am Dienstag bei Hinrichshagen (Müritzkreis) mit Erkundungsbohrungen für ein unterirdisches Erdgaslagers begonnen. Die Ergebnisse sollen Anfang 2009 vorliegen, dann werde über den Bau entschieden, sagte der Projektleiter beim Tochterunternehmen Gazprom Germania GmbH (Berlin), Maik Matthies, in Hinrichshagen. Mit drei Bohrungen soll Gestein in bis zu 700 Meter Tiefe auf Eignung geprüft werden. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der Erdgasleitung des russisch-deutsch- holländischen Konsortiums Nord Stream durch die Ostsee nach Lubmin, die ab 2011 Gas nach Westeuropa liefern soll.

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02 Jun 2008

Stromausfall in München – Gesamte Innenstadt betroffen

Ein Stromausfall hat am Donnerstagnachmittag die Münchner Innenstadt vorübergehend lahmgelegt. Über das genaue Ausmaß gab es zunächst keinen Überblick, sagte ein Sprecher der Stadtwerke München. Die Störungsstelle der Stadtwerke sprach von einer “Großstörung”. Die Ursache des Stromausfalls war ebenfalls zunächst unbekannt. Technikern gelang es, die Energieversorgung nach kurzer Zeit wieder herzustellen.

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30 Mai 2008

Weltverkehrsforum drängt auf globale Lösungen gegen Klimawandel

Politiker, Wissenschaftler und hochrangige Industrievertreter haben auf dem ersten Weltverkehrsforum schnelle globale Lösungen gegen den Klimawandel gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von der “spannendsten Aufgabe des 21. Jahrhunderts”. Dabei dürften Politik und Industrie aber nicht an einzelnen Lösungen – etwa dem Tempolimit – hängenbleiben. “Wir müssen erst eine Vision entwickeln, wo wir hinwollen”, sagte die Regierungschefin vor rund 50 Verkehrsministern und hunderten Experten aus aller Welt. Der Chef des UN-Klimarats, Yvo de Boer, kritisierte die bisherigen Bemühungen des Verkehrssektors zum Klimaschutz scharf. “Die politischen Maßnahmen im Verkehrssektor sind beklagenswert unzureichend”, sagte der oberste UN-Klimaschützer.

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26 Mai 2008

Steigende Gaspreise: Glos kündigt Kontrollen an

Angesichts steigender Gaspreise hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” eine stärkere Kontrolle der Energiekonzerne angekündigt.
“Angesichts der angekündigten Preissteigerungen für Gas werden wir sehr genau die Einkaufspreise der Energieunternehmen überprüfen. Die Konzerne werden dem Bundeskartellamt jeden Cent einer solchen Preiserhöhung erklären müssen”, zitierte die Zeitung.
Nach Informationen des Blattes planen 67 Versorger zum 1. Juni und 1. Juli Preiserhöhungen um bis zu 19 Prozent. Die Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gehe jetzt sogar von einem Preisschock im gesamten Gasmarkt aus. Auch kleinere Stadtwerke werden die Preise für Endverbraucher erhöhen, da sie in der Regel ihr Gas von einem großen Lieferanten wie E.ON beziehen.

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23 Mai 2008

Heizöl so teuer wie noch nie – Dieselpreis steigt regional weiter

Mit den steigenden Rohölpreisen ist auch der Preis für Heizöl in Deutschland auf einen neuen Rekordstand geklettert. Für 100 Liter forderten die Heizölhändler im bundesweiten Durchschnitt 94 Euro, wie die wöchentliche Umfrage des Energie-Informationsdienstes EID in 14 deutschen Städten am Donnerstag ergab. Das waren 1,50 Euro mehr als vor einer Woche. Heizöl gehört wie Diesel und Kerosin zu den Mitteldestillaten, die gegenwärtig am Ölmarkt besonders gefragt sind und sich deshalb stark verteuert haben.
Am Vortag hatte der Dieselpreis mit 1,52 Euro je Liter im bundesweiten Durchschnitt einen neuen Rekordwert erreicht und mit dem Benzinpreis gleichgezogen. Am Donnerstag verteuerte sich Diesel an etlichen Tankstellen weiter und zog am Benzinpreis vorbei. So verlangten Shell-Tankstellen in Hamburg bis zu 1,54 Euro für einen Liter. Im Aral-Netz war dagegen bis zum Nachmittag ein leichtes Abbröckeln der Preise zu beobachten. Auch je nach Region war die Entwicklung unterschiedlich; in einigen Gegenden stiegen die Preise, in anderen waren sie rückläufig. Wegen des Feiertags Fronleichnam waren am Donnerstag keine bundesweiten Durchschnittspreise erhältlich.

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21 Mai 2008

Verbraucherzentrale warnt vor Postkarten zum Stromwechsel

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät Stromkunden dringend davon ab, auf die rosafarbene Postkarte des Energie Service Deutschland (ESD) zu reagieren. Auf dieser Postkarte wird eine kostenfreie Rufnummer angegeben, unter der man sich melden kann, um eine wichtige Tarifinformation zum persönlichen Strom-Anschluss beim Versorgerwechsel zu erhalten.
Durch die Mitteilung des ESD wird dem potenziellen Wechsler suggeriert, dass sich hinter dem Absender ein Preisvergleichsunternehmen verbirgt, das man nur anzurufen brauche, um den günstigsten Stromanbieter zu finden. Die persönlich adressierten Karten sollte man am besten wegwerfen, raten die Verbraucherschützer. “Wir haben mehrere Anrufe gestartet und erfahren, dass in bestimmten Fällen ein Unternehmen selbst als Stromanbieter auftritt und einen Preis offeriert, obwohl andere Angebote günstiger sind”, sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, neutrale Preisvergleichsunternehmen zur Recherche heranzuziehen, um so den unabhängigen Überblick zu gewährleisten.

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19 Mai 2008

Gabriel verteidigt Bau neuer Kohlekraftwerke

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hält am Bau weiterer Kohlekraftwerke fest. Sie sollten dazu dienen, alte Kraftwerke abzuschalten, sagte Gabriel am Donnerstag in Kiel. “Wenn Sie das nicht machen, laufen die alten Kohlekraftwerke weiter und produzieren mehr CO2 als heute.” Gabriel verwies darauf, dass zum Klimaschutz eine Begrenzung von Kohlendioxid (CO2) vorgesehen sei. “Und deswegen wird es auch nur eine bestimmte Anzahl von Kohlekraftwerken geben, nie im Leben diese 24, die da immer in der Debatte sind, weil sie schlicht und ergreifend die CO2-Berechtigung nicht bekommen.” Die Nord-SPD, die Gabriel im Kommunalwahlkampf unterstützte, will sowohl aus der Atom- als auch aus der Kohleenergie aussteigen.

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