Netzagentur will im Sommer Rahmenbedinungen für Netzinvestitionen schaffen
Die Bundesnetzagentur will im Sommer die künftigen Renditen für Investitionen in Strom- und Gasleitungen ermitteln. Bis Anfang Juli solle die Höhe der Eigenkapitalverzinsung ermittelt werden, die Versorger wie RWE und E.ON für die Erneuerung und den Ausbau ihrer Netze erhalten sollen, kündigte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, in Bonn an.
Um eine Grundlage für eine möglichst fundierte Entscheidung zu haben, lässt die Behörde in einem Gutachten derzeit die Lage in anderen europäischen Ländern untersuchen. “Wir werden die verschiedenen Prämissen in den einzelnen Ländern bei dem Gutachten berücksichtigen”, sagte Kurth.
Ziel sei es, möglichst alle Risiken zu kennen. Kurth verwies dabei auf den Bau von Windparks auf hoher See. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, diese an ihr Leitungssystem anzuschließen. Bislang erhalten die Unternehmen eine Eigenkapitalrendite von 7,91 Prozent auf Investitionen in Strom- und 9,21 Prozent in Gasleitungen. Vertreter der Energiewirtschaft wie E.ON-Chef Wulf Bernotat hatten die Höhe in der Vergangenheit als zu gering bezeichnet. Zum kommenden Jahreswechsel wird mit der so genannten Anreizregulierung ein neues Vergütungssystem eingeführt.