Gore: In zehn Jahren nur noch erneuerbare Energien in USA
Mit einem ehrgeizigen Plan will der frühere US-Vizepräsident Al Gore in den USA eine vollständige Energiewende herbeiführen. In zehn Jahren sollen die US-Bürger demnach 100 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. “Dieses Ziel ist erreichbar und kostengünstig”, sagte Gore am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die Energiewende sei nötig, weil “das Überleben der Vereinigten Staaten” in Gefahr sei. Der Klimawandel beschleunige sich schneller als gedacht. Der US-Bundesstaat Kalifornien beschloss unterdessen neue Umweltvorgaben für alle Neubauten, die unter anderem den Energieverbrauch senken sollen.
Gore verglich die Herausforderung mit der ersten Mondlandung. “Als Präsident John F. Kennedy unsere Nation aufforderte, innerhalb von zehn Jahren einen Menschen zum Mond und wieder sicher zurückzubringen, haben viele Menschen bezweifelt, ob wir dieses Ziel erreichen können”, rief Gore tausenden Anhängern zu. “Aber acht Jahre und zwei Monate später betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin die Mondoberfläche.”
Die USA bräuchten nicht nur neue Glühbirnen, sondern neue Gesetze, forderte der Friedensnobelpreisträger bei der Versammlung seiner Umweltschutzorganisaiton. “Nochmals haben wir die Möglichkeit, einen großen Schritt für die Menschheit zu machen”, sagte Gore in Anspielung auf Armstrongs erste Worte auf dem Mond. Gores Programm setzt vor allem auf Sonnen- und Windenergie sowie Erdwärme. Angesichts des steigenden Ölpreises sei die Abkehr von fossilen Energieträgern nicht nur nötig, sondern auch erschwinglich, sagte Gore vor tausenden Anhängern in der Nähe des Weißen Hauses.