29 Apr 2011

Höhere Strompreise – dafür Atomausstieg

Einer aktuellen Umfrage des Magazins „Stern“ zufolge würden rund zehn Prozent der deutschen Bundesbürger bis zu zehn Euro monatlich mehr für ihren Strom zahlen, wenn dafür ein schneller Ausstieg aus der Atomenergie realisiert wird. Es gibt sogar zahlreiche Menschen, die noch höhere Stromkosten in Kauf nehmen würden, wenn dafür die Gefahr, die von den deutschen Atomreaktoren ausgeht, beseitigt werden würde.

Während viele Deutsche anscheinend bereit sind, finanzielle Einschnitte für den Atomausstieg in Kauf zu nehmen, wird in Politik und Wissenschaft immer noch kontrovers über den Atomausstieg diskutiert. Die Entscheider sind sich nicht einig darüber, wie sich der Atomausstieg auf die Strompreise auswirken wird. Die meisten Bundesbürger hingegen sehen die Notwendigkeit auf erneuerbare Energien umzusteigen und würden dafür sogar mehr Geld aufwenden. Durch die eindeutigen Ergebnisse der Stern-Umfrage wird deutlich, dass bei den Verbrauchern das Umdenken längst in vollem Gange ist. Doch auch wenn viele bereit wären, deutlich mehr Geld für Strom als Gegenleistung für den Atomausstieg zu bezahlen, kann noch nicht abgesehen werden, wie hoch die Mehrbelastung wirklich wäre. Experten reden von 140 Euro mehr im Jahr, während andere weniger als fünf Euro pro Monat als realistische Größe ansehen. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander. Daher ist es für die Verbraucher noch wichtiger, durch einen detaillierten Vergleich der Strompreise von Ökostrom-Anbietern die individuell günstigsten Preise zu finden.

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23 Apr 2011

Wissenschaftler fordern schnellerer Atomausstieg

Während die Nachrichtenflut aus Fukushima langsam abnimmt und andere Dinge wieder in den Fokus der Medien treten, geht in Deutschland die Diskussion über einen Atomausstieg weiter. Inzwischen sind es mehr als 1200 deutsche Wissenschaftler, die der Bundesregierung zu einem schnellstmöglichen Atomausstieg geraten haben. Sie haben zudem ihre Mithilfe bei der Lösung der damit verbundenen Probleme angeboten. Die Forscher sind sich darüber einig, dass nirgendwo auf der Welt die Bedingungen für einen Ausstieg nirgendwo so gut wie in Deutschland sind.

Am vergangenen Mittwoch haben die Forscher eine von ihnen unterzeichnete entsprechende Erklärung dem Bundeskanzleramt übergeben. Seit dem 5. April diesen Jahres waren die Wissenschaftler aufgerufen, eine Erklärung zum Automausstieg zu unterschreiben und dieses Projekt zu unterstützen. 1205 Unterschriften sind zusammengekommen, unter denen sich auch 872 Professoren befinden. Der Appell richtet sich an die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), alle Volksvertreter sowie an die Ethikkommission zur Energiepolitik. Er fordert auf, umgehend alle erforderlichen Entscheidungen für einen schnellen Atomausstieg zu treffen. Die Wissenschaftler räumten zwar auch ein, dass der schnell Umstieg auf erneuerbare Energien nicht leicht werden wird, aber diese Aufgabe wäre überschaubar.

Inzwischen hat das Bundesforschungsministerium angekündigt, dass das Thema seines ersten sog. Bürgerdialogs geändert wird. Aus aktuellem Anlass werden man sich mit der Zukunft der Energieversorgung befassen. Beim Bürgerdialog handelt es sich um zahlreiche Live-Veranstaltungen sowie Online-Konsultationen im Internet. Dabei werden Bürger, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter anderer gesellschaftlicher Gruppen über Zukunftsfragen diskutieren.

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15 Apr 2011

Anteil der erneuerbaren Energien hat sich vervierfacht

In den letzten 20 Jahren hat sich in Deutschland der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung mehr als vervierfacht. Beeindruckende Ergebnisse und doch liegt Deutschland damit noch lange nicht an der Spitze in Europa, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix betrug im Jahre 1990 nur 3,8 Prozent. Inzwischen liegt dieser Anteil bei 16,9 Prozent im Jahre 2010. Zu den regenerativen Energiequellen zählen u.a. Sonnen-, Wasser- und Windkraft, deren Anteil in Deutschland in den letzten Jahren besonders stark gestiegen ist. Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes ist bei den Windkraftanlagen der größte Anstieg zu verzeichnen. Aber auch der Solarboom hat für Verschiebungen in der Statistik gesorgt. Vergleicht man aber Solarenergie und Windenergie direkt miteinander, ist der Anteil von Solarenergie relativ gering.

Erster in Europa in den erneuerbaren Energien ist Österreich. Es hält einen Anteil von 62 Prozent, vor allem durch Wasserkraft. Deutschland belegt europaweit nur einen Platz im Mittelfeld. Den größten Zuwachs im gleichen Zeitrahmen hat Dänemark zu verzeichnen. Hier stieg der Anteil regenerativer Energien von 2,6 auf heute 28,7 Prozent.

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08 Apr 2011

Beteiligung von Google an deutschem Strompark

Rund 3,5 Millionen Euro will Internet-Riese Google in einen deutschen Solarpark investieren. Das Projekt befindet sich in Brandenburg an der Havel und das erste Ökostromprojekt, an dem sich Google außerhalb der USA beteiligt. Weltweit gilt der Suchmaschinengigant als Großabnehmer von Strom für seine Rechenzentren. Wie hoch der Verbrauch bei Google ist, darüber schweigen die Verantwortlichen. Bekannt ist nur, dass die gigantischen Serveranlagen weltweit einen extrem hohen Stromverbrauch haben. Das Unternehmen gab einst bekannt, dass jede Suchmaschinenanfrage Strom in Höhe von 0,0003 Kilowattstunden (kWh) verbraucht.

Mit der Investition wird das Unternehmen 49 Prozent der Photovoltaikanlage in Brandenburg übernehmen. Die Anlage wurde Ende 2010 fertiggestellt und liefert ca. 18 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr. Das macht diese Photovoltaikanlage zu einer der größten Solaranlagen in Deutschland. Mit 51 Prozent ist der Finanzinvestor Capital Stage AG aus Hamburg der Hauptanteilseigner der Solaranlage. Rund 5.000 Haushalte werden mit dem erzeugten Ökostrom in der Region beliefert. Jedoch soll Googles Rechenzentrum nicht mit dem Strom betrieben werden.

Dieses Projekt ist nicht die erste Investition, die Google in Erneuerbare Energien zur Senkung der Stromkosten steckt. Vor allem in den USA ist das Unternehmen tätig und hat hier in zwei Windenergieanlagen investiert. Auf dem Dach der Firmenzentrale in Mountain View betreibt das Unternehmen zudem die größten dachmontierten Solaranlagen der USA. Mehr als 100 Millionen Dollar wurden bereits in unterschiedliche Ökostromprojekte investiert. Daneben betreibt Google auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung für Erneuerbare Energien. Der Konzert will mit den neuen Techniken nicht nur die CO2-Emissionen senken, sondern auch die eigene Stromrechnung minimieren. Das Ziel: Unabhängigkeit von den Stromkonzernen.

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01 Apr 2011

Atomkatastrophe zieht weite Kreise

Die Atomkatastrophe von Fukushima zieht auch in Deutschland weite Kreise. Es wird viel über die Sicherheit unserer Reaktoren nachgedacht und diskutiert. Auch die Abschaltung alter Kernkraftwerke in Deutschland ist im Gespräch. Eine der neusten Nachrichten in Deutschland ist heute, dass RWE gegen Abschaltung von Biblis A klagt. Dennoch will das hessische Umweltministerium den Reaktor Biblis A abschaltet lassen. In der Zwischenzeit kündigte der Versorger E.ON an, dass er anders als RWE nicht juristisch gegen die Abschaltung der Meiler Isar I und Unterweser vorzugehen plant.

Wenn der Betreiber von Biblis A, RWE, Vorbereitungen treffen sollte, den Reaktor wieder hochzufahren, will das Umweltministerium dies mit einem “Sofortvollzug” unterbinden, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Die Behörden könnten durch den Sofortvollzug einen Verwaltungsakt unmittelbar durchsetzen. Eine Sprecherin von RWE vermeldet allerdings, dass keine Vorbereitungen zum Wiederanfahren getroffen werden würden. Dennoch hat das Unternehmen, wie bereits angekündigt, eine Klage gegen die einstweilige Abschaltung von Biblis A beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) eingereicht. Die Klage wurde damit begründet, dass die Begründung der Bundesregierung für das Atom-Moratorium rechtlich nicht tragfähig sei.

Vor rund zwei Wochen hatte die Bundesregierung aufgrund des Unglücks im japanischen Atomkraftwerk Fukushima die Abschaltung sieben älterer Reaktoren erreicht. Zudem wurde die beschlossene Laufzeitverlängerung für drei Monate ausgesetzt. Diese Vorgehen basieren auf dem Atomgesetz, nachdem die Aufsichtsbehörde auch die Abschaltung eines Kraftwerks verlangen kann, wenn Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter bestehen.

RWE zeigt sich trotz der Klage gesprächsbereit und teilte in seiner Mitteilung mit, dass man auf eine sachliche Diskussion und Entscheidung hoffe. Es hieß hier: “Wir beabsichtigen, uns konstruktiv einzubringen und möchten die Debatte nicht durch juristische Auseinandersetzungen beeinträchtigen.”

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