30 Mai 2008

Weltverkehrsforum drängt auf globale Lösungen gegen Klimawandel

Politiker, Wissenschaftler und hochrangige Industrievertreter haben auf dem ersten Weltverkehrsforum schnelle globale Lösungen gegen den Klimawandel gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von der “spannendsten Aufgabe des 21. Jahrhunderts”. Dabei dürften Politik und Industrie aber nicht an einzelnen Lösungen – etwa dem Tempolimit – hängenbleiben. “Wir müssen erst eine Vision entwickeln, wo wir hinwollen”, sagte die Regierungschefin vor rund 50 Verkehrsministern und hunderten Experten aus aller Welt. Der Chef des UN-Klimarats, Yvo de Boer, kritisierte die bisherigen Bemühungen des Verkehrssektors zum Klimaschutz scharf. “Die politischen Maßnahmen im Verkehrssektor sind beklagenswert unzureichend”, sagte der oberste UN-Klimaschützer.

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26 Mai 2008

Steigende Gaspreise: Glos kündigt Kontrollen an

Angesichts steigender Gaspreise hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nach einem Bericht der “Bild am Sonntag” eine stärkere Kontrolle der Energiekonzerne angekündigt.
“Angesichts der angekündigten Preissteigerungen für Gas werden wir sehr genau die Einkaufspreise der Energieunternehmen überprüfen. Die Konzerne werden dem Bundeskartellamt jeden Cent einer solchen Preiserhöhung erklären müssen”, zitierte die Zeitung.
Nach Informationen des Blattes planen 67 Versorger zum 1. Juni und 1. Juli Preiserhöhungen um bis zu 19 Prozent. Die Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gehe jetzt sogar von einem Preisschock im gesamten Gasmarkt aus. Auch kleinere Stadtwerke werden die Preise für Endverbraucher erhöhen, da sie in der Regel ihr Gas von einem großen Lieferanten wie E.ON beziehen.

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23 Mai 2008

Heizöl so teuer wie noch nie – Dieselpreis steigt regional weiter

Mit den steigenden Rohölpreisen ist auch der Preis für Heizöl in Deutschland auf einen neuen Rekordstand geklettert. Für 100 Liter forderten die Heizölhändler im bundesweiten Durchschnitt 94 Euro, wie die wöchentliche Umfrage des Energie-Informationsdienstes EID in 14 deutschen Städten am Donnerstag ergab. Das waren 1,50 Euro mehr als vor einer Woche. Heizöl gehört wie Diesel und Kerosin zu den Mitteldestillaten, die gegenwärtig am Ölmarkt besonders gefragt sind und sich deshalb stark verteuert haben.
Am Vortag hatte der Dieselpreis mit 1,52 Euro je Liter im bundesweiten Durchschnitt einen neuen Rekordwert erreicht und mit dem Benzinpreis gleichgezogen. Am Donnerstag verteuerte sich Diesel an etlichen Tankstellen weiter und zog am Benzinpreis vorbei. So verlangten Shell-Tankstellen in Hamburg bis zu 1,54 Euro für einen Liter. Im Aral-Netz war dagegen bis zum Nachmittag ein leichtes Abbröckeln der Preise zu beobachten. Auch je nach Region war die Entwicklung unterschiedlich; in einigen Gegenden stiegen die Preise, in anderen waren sie rückläufig. Wegen des Feiertags Fronleichnam waren am Donnerstag keine bundesweiten Durchschnittspreise erhältlich.

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21 Mai 2008

Verbraucherzentrale warnt vor Postkarten zum Stromwechsel

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät Stromkunden dringend davon ab, auf die rosafarbene Postkarte des Energie Service Deutschland (ESD) zu reagieren. Auf dieser Postkarte wird eine kostenfreie Rufnummer angegeben, unter der man sich melden kann, um eine wichtige Tarifinformation zum persönlichen Strom-Anschluss beim Versorgerwechsel zu erhalten.
Durch die Mitteilung des ESD wird dem potenziellen Wechsler suggeriert, dass sich hinter dem Absender ein Preisvergleichsunternehmen verbirgt, das man nur anzurufen brauche, um den günstigsten Stromanbieter zu finden. Die persönlich adressierten Karten sollte man am besten wegwerfen, raten die Verbraucherschützer. “Wir haben mehrere Anrufe gestartet und erfahren, dass in bestimmten Fällen ein Unternehmen selbst als Stromanbieter auftritt und einen Preis offeriert, obwohl andere Angebote günstiger sind”, sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, neutrale Preisvergleichsunternehmen zur Recherche heranzuziehen, um so den unabhängigen Überblick zu gewährleisten.

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19 Mai 2008

Gabriel verteidigt Bau neuer Kohlekraftwerke

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hält am Bau weiterer Kohlekraftwerke fest. Sie sollten dazu dienen, alte Kraftwerke abzuschalten, sagte Gabriel am Donnerstag in Kiel. “Wenn Sie das nicht machen, laufen die alten Kohlekraftwerke weiter und produzieren mehr CO2 als heute.” Gabriel verwies darauf, dass zum Klimaschutz eine Begrenzung von Kohlendioxid (CO2) vorgesehen sei. “Und deswegen wird es auch nur eine bestimmte Anzahl von Kohlekraftwerken geben, nie im Leben diese 24, die da immer in der Debatte sind, weil sie schlicht und ergreifend die CO2-Berechtigung nicht bekommen.” Die Nord-SPD, die Gabriel im Kommunalwahlkampf unterstützte, will sowohl aus der Atom- als auch aus der Kohleenergie aussteigen.

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16 Mai 2008

RWE erwartet weiter steigende Strompreise

Der Energieversorger RWE erwartet auch in den kommenden Jahren weiter steigende Strompreise. Nach Marktlage im Stromhandel werde es auch 2009 und 2010 Preiserhöhungen geben, sagte RWE-Finanzvorstand Rolf Pohlig in Essen.
Hintergrund seien hohe Beschaffungskosten für Rohstoffe zur Stromerzeugung. Beim Gaspreis verwies Pohlig auf die Koppelung an die Ölpreis-Entwicklung. Zuletzt wurden bei RWE die Gaspreise im April angeben. Derzeit sind die Ölpreise im Höhenflug.

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14 Mai 2008

Größte Geothermieanlage Deutschlands erzeugt erstmals Strom

Die bundesweit größte Geothermieanlage in Unterhaching bei München hat ihre Stromproduktion gestartet. Erstmals in Deutschland komme dabei die besonders effiziente sogenannte Kalina-Technik zum Einsatz, wie die Geothermie Unterhaching GmbH am Dienstag mitteilte. “Jetzt ist eine entscheidende Phase der Inbetriebnahme abgeschlossen”, sagte Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD). Bei der Kalina-Technik erwärmt das heiße Wasser ein Ammoniak-Wasser-Gemisch. Dieses produziert bei relativ niedrigen Temperaturen Dampf, so dass eine höhere Energieausbeute möglich ist. “Der Einsatz der innovativen Kalina-Technologie ist auch für unser Unternehmen eine Premiere”, erklärte Siemens-Projektleiter Hans-Werner Rathje. Siemens hat die Anlage errichtet.

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09 Mai 2008

Beim Fernseherkauf immer nach Stromverbrauch fragen

Beim Fernseherkauf sollten Verbraucher im Laden auf jeden Fall nach dem Stromverbrauch des gewünschten Geräts fragen. Dieser könne sich selbst bei zwei Fernsehern gleicher Größe und Ausstattung deutlich unterscheiden, erläutert die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin
So kommen den Angaben zufolge zum Beispiel beim Betrieb eines energieeffizienten LCD-Geräts mit 80 Zentimetern Bilddiagonale im Lauf eines Jahres rund 20 Euro an Stromkosten zusammen. Bei einem weniger effizienten Gerät können es durchaus 50 Euro sein. Wichtig ist es, sich nicht nur nach dem Verbrauch im Betrieb, sondern auch nach jenem im Bereitschaftsmodus zu erkundigen.
Neben allen möglichen Differenzen bei gleich großen Geräten gilt generell: je größer ein Röhren-, Plasma oder LCD-Fernseher und je umfangreicher die technische Ausstattung, desto höher der Verbrauch. Für den Kostenvergleich ging die dena von zwei Geräten aus, die an 335 Tagen eines Jahres jeweils vier Stunden in Betrieb und ansonsten im Stand-by-Modus sind – bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde.

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07 Mai 2008

Gericht weist Klage gegen Gaspreiserhöhungen ab

Rückschlag für Verbraucher im Streit um Gaspreiserhöhungen: Das Chemnitzer Landgericht hat die Sammelklage von mehr als 400 Kunden eines regionalen Gasversorgers gegen Preiserhöhungen abgewiesen.
Die Verträge der Kläger – nach Einschätzung des Gerichts normale Tarifkunden der Erdgas Südsachsen GmbH – enthielten ein wirksames Preisänderungsrecht, entschied Richter André Steger am Dienstag. Ein verbraucherfreundliches Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) aus der vergangenen Woche sei auf diesen Fall nicht übertragbar.

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05 Mai 2008

Bundeskartellamt: Keine neuen Verfahren gegen Gasversorger

Das Bundeskartellamt hat Ermittlungen gegen 35 Gasversorger wegen des Verdachts überhöhter Preise bestätigt. An dieser Zahl habe sich seit März nichts geändert. Einen Medienbericht, nach dem sich die Zahl der Missbrauchsverfahren auf 41 erhöht habe, konnte das Amt am Freitag nicht bestätigen.
Die beschuldigten Unternehmen mit rund vier Millionen Kunden waren bis zum 1. April aufgefordert, ihre Preisbildung offenzulegen. Bis auf die Berliner Gaswerke GASAG hätten dies alle Betriebe gemacht, sagte die Sprecherin.
Die “Thüringer Allgemeine” hatte berichtet, das Kartellamt habe wegen des Verdachts überhöhter Preise für Haushalts- und Gewerbekunden gegen sechs weitere Gasversorger Missbrauchsverfahren eingeleitet. Damit müssten 41 Versorger ihre Preisbildung offenlegen.

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