30 Apr 2008

BGH stärkt Verbraucher gegen einseitige Gaspreiserhöhungen

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Gaskunden gegen einseitige Preiserhöhungsklauseln der Versorgungsunternehmen gestärkt. Nach einem Urteil sind Vertragsbestimmungen unwirksam, die nur das Recht zur Anhebung der Preise vorsehen, den Versorger aber bei fallenden Bezugskosten nicht zur Senkung der Verbraucherpreise verpflichten. Das Karlsruher Gericht gab einer Klage von rund 160 sächsischen Verbrauchern gegen die Erhöhung ihrer Gaspreise in den Jahren 2005 und 2006 statt.

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28 Apr 2008

Verbraucher wählen mehr Ökostrom-Produkte

Rund fünf Prozent der Haushalte in Deutschland haben sich nach BDEW-Schätzungen für Ökostrom-Produkte entschieden: Etwa Zwei Millionen Haushalte wählten 2007 spezielle Regenerativstrom-Tarife. 2006 habe der Anteil dieser Kundengruppe erst bei rund drei Prozent oder 1,2 Millionen Haushalten gelegen.

Der Preisunterschied zwischen Ökostrom- und Standard-Produkten mit durchschnittlichem Energiemix betrug Anfang 2008 gut drei Euro im Monat oder fünf Prozent, errechnete der Branchenverband. Ein Drei-Personen–Musterhaushalt zahlte im Bundesdurchschnitt für die Ökostrom-Angebote knapp 66 Euro im Monat. Die Vergleichsrechnung für Stromkunden mit dem durchschnittlichen Energiemix machte laut BDEW im Mittel knapp 63 Euro im Monat aus.

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23 Apr 2008

Netzagentur will im Sommer Rahmenbedinungen für Netzinvestitionen schaffen

Die Bundesnetzagentur will im Sommer die künftigen Renditen für Investitionen in Strom- und Gasleitungen ermitteln. Bis Anfang Juli solle die Höhe der Eigenkapitalverzinsung ermittelt werden, die Versorger wie RWE und E.ON für die Erneuerung und den Ausbau ihrer Netze erhalten sollen, kündigte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, in Bonn an.
Um eine Grundlage für eine möglichst fundierte Entscheidung zu haben, lässt die Behörde in einem Gutachten derzeit die Lage in anderen europäischen Ländern untersuchen. “Wir werden die verschiedenen Prämissen in den einzelnen Ländern bei dem Gutachten berücksichtigen”, sagte Kurth.

Ziel sei es, möglichst alle Risiken zu kennen. Kurth verwies dabei auf den Bau von Windparks auf hoher See. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, diese an ihr Leitungssystem anzuschließen. Bislang erhalten die Unternehmen eine Eigenkapitalrendite von 7,91 Prozent auf Investitionen in Strom- und 9,21 Prozent in Gasleitungen. Vertreter der Energiewirtschaft wie E.ON-Chef Wulf Bernotat hatten die Höhe in der Vergangenheit als zu gering bezeichnet. Zum kommenden Jahreswechsel wird mit der so genannten Anreizregulierung ein neues Vergütungssystem eingeführt.

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21 Apr 2008

Handy-Ladegerät nicht die ganze Nacht am Netz lassen

Handy-Ladegeräte sollten nicht länger als nötig am Netz bleiben. Nach etwa drei Stunden ist der zuvor entleerte Akku eines modernen Mobiltelefons wieder aufgeladen, erklärt Markus Eckstein von der in Stuttgart erscheinenden Zeitschrift “connect”. Dann wird der Ladevorgang zwar automatisch beendet. Ist das mit dem Ladegerät verbundene Handy aber eingeschaltet, könne es sein, dass der Verbrauch im Stand-by-Modus zum erneuten Laden führt. Das ist jedoch nicht sinnvoll, weil Handy-Akkus mit jedem Ladevorgang altern. “Langfristig ist es nicht optimal fürs Handy, über Nacht am Ladegerät zu bleiben.” Und auch wenn dies sich nicht drastisch in der Stromrechnung niederschlägt, handelt es sich um Energieverschwendung.

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21 Apr 2008

Heizöl erreicht neuen Rekordpreis

Die Heizölpreise in Deutschland sind auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Das meldet die “Bild”-Zeitung (Freitagsausgabe) unter Berufung auf den Energie-Informationsdienst (EID). Danach kosteten 100 Liter Heizöl am Donnerstag im bundesdeutschen Durchschnitt 82,20 Euro. Das war knapp ein Euro mehr als in der Vorwoche und so viel wie noch nie. Grund für den Anstieg sei das Allzeithoch beim Rohölpreis. Wegen des schwachen Dollar und sinkenden Reserven in den USA hatte der Ölpreis am Mittwoch erstmals in der Geschichte die Schwelle von 115 Dollar pro Barrel durchbrochen.

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16 Apr 2008

Grüne kritisieren Warnungen vor Energielücke

Die Grünen haben Warnungen der Industrie und von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vor Problemen in der Energieversorgung als gezielte Täuschung der Öffentlichkeit kritisiert. “Ich spreche von einer Stromlückenlüge, weil hier ganz offensichtlich versucht wird, mit willkürlich gegriffenen Annahmen der deutschen Öffentlichkeit etwas einzureden, das durch die Fakten nicht gedeckt wird”, sagte der Parteivorsitzende Reinhard Bütikofer am Montag in Berlin. Insbesondere ein entsprechendes Gutachten der Deutschen Energie-Agentur (Dena) verwende völlig einseitige oder unsinnige Annahmen zum Umfang künftiger Kraftwerksstilllegungen, zum Stromexport oder zur technologischen Entwicklung. Die Dena mache sich in offenkundiger Weise zum Büttel der Atom- und Kohlelobby.

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14 Apr 2008

Energieversorgung laut Industrie akut gefährdet

In der neu aufgeflammten Energiesicherheits-Debatte hat die Industrie die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für den Bau neuer Kohlekraftwerke und längere Laufzeiten der Atommeiler zu engagieren. “Ohne Kernkraftwerke und neue klimafreundliche Kohlekraftwerke ist die Energieversorgung akut gefährdet”, sagte BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf dem “Handelsblatt”. SPD- Fraktionsvize Ulrich Kelber plädierte hingegen in der “Berliner Zeitung” für ein Festhalten am Atomausstieg.

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10 Apr 2008

alte Heizkessel entsorgen – gibt es staatliche Zuschüsse?

Der Tausch veralteteter Heizungsanlagen ist wohl die einfachste und schnellste Möglichkeit die Heizkosten zu senken.

Laut einer aktuellen Statistik sind in Deutschland mehr als 2 Millionen Heizkessel älter als 20 Jahre. Diese alten Heizkessel haben einen weit aus schlechteren Wirkungsgrad als aktuelle Heiztechnik.

Die Nutzung eines aktuellem Brennwertkessel kann gegebüber einem Heizkessel aus dem Jahre 1975 die Energiekosten um 30 Prozent verringern.

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09 Apr 2008

Energiekosten sparen mit dem richtigen Computer

Wer beim Computerkauf auf energieeffiziente Geräte setzt, kann bares Geld sparen. Die Stromkosten bei verschiedenen Computern könnten pro Jahr etwa 70 Euro auseinanderliegen, teilt die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin mit. Wer sparen will, legt sich am besten ein Notebook zu. Es ist wesentlich energieeffizienter als ein PC mit vergleichbarer Ausstattung samt Monitor.

Für Notebooks mit 30 Watt Leistung und weniger zahlt man nach Informationen der dena lediglich 8 Euro Stromkosten im Jahr. Ein PC mit sehr leistungsfähigen Komponenten verbraucht hingegen etwa 295 Watt und wirkt sich mit rund 80 Euro auf die Stromrechnung aus. Wer nicht zu viel zahlen will, nutzt einen PC mit Flachbildschirm und einem Verbrauch von maximal 100 Watt.

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07 Apr 2008

Biosprit-Probleme gefährden Klimaschutz-Ziele der Regierung

Die Bundesregierung muss wegen des drohenden Scheiterns beim Biosprit nach Ansicht von Umweltverbänden ihre gesamte Klimaschutz-Strategie überdenken. “Bundesregierung und EU-Kommission haben auf zweifelhafte Agrarkraftstoffe gesetzt. Dieses Unterfangen ist auf ganzer Linie gescheitert”, sagte Naturschutzbund-Präsident Olaf Tschimpke am Donnerstag. In Koalitionskreisen wird erwartet, dass Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) spätestens an diesem Freitag das vorläufige Aus für die 2009 beschlossene Verdoppelung des Biosprit-Anteils auf zehn Prozent verkündet. Denkbar sei, dass Gabriel die Umsetzung der Verordnung um einige Jahre verschiebt oder die Beimischungsquote reduziert.

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